Ermittlungsprotokoll – V. Grant, Tag 17

Ich kann es noch immer spüren. Diese Präsenz. Nah genug, um sie wahrzunehmen, niemals nah genug, um sie zu fassen.

Bei Caleb war ich mir sicher. Die einzelnen Teile schienen zu gut zusammenzupassen, beinahe perfekt. Ich erlaubte mir zu glauben, endlich den richtigen Mann vor mir zu haben.

Ich lag falsch.

Dieser Fehler sitzt tief.

Spät in dieser Nacht bemerkte ich jemanden vor dem Hotel, direkt unter meinem Fenster. Regungslos. Beobachtend. Eine Art von Stille, die nichts mit Zufall zu tun hat. Von hier oben bin ich zumindest außer Reichweite. Ein kleiner Vorteil.

Und doch frage ich mich …

Sollte ich weiter beobachten … oder die Sache endlich ans Licht zwingen?

Nein. Noch nicht.

Es gibt noch immer mehr aufzudecken.

Als Nächstes werde ich mit Ethan Carter sprechen. Das Feuer verschonte weder ihn noch sein Karussell. Wenn das Muster bestehen bleibt, muss sich auch dort etwas unter dem Verlust verbergen. Etwas, das nicht ganz zusammenpasst.